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Herzlich willkommen

Griechenland in der Krise - Chance für Europa

 

Griechenland ist seit einigen Jahren im Fokus der Weltöffentlichkeit und die viel besprochene Krise offenbart eines sicher, alles ist mit allem verbunden. Dies erkannte als einer der Ersten bereits Pythagoras.

Von dieser Erkenntnis ausgehend wird deutlich, dass Griechenland nur gemeinsam mit allen Beteiligten seine Probleme bewältigen kann. Eine Staatsverschuldung mit ähnlicher Auswirkung wie der Bankrott der Lehman Brothers ist die Folge eines zwiespältigen Nationalbewusstseins und einer durch die EU beförderten Systems, in dem Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden. Mangelnde demokratische Kontrolle öffnet alle Tore für Korruption und Misswirtschaft. Dies ist aber kein ausschliesslch griechisches Phänomen und Problem, sondern wird durch die EU-Bürokratie erleichtert. Allein der Missstand, dass das pazifistische Griechenland die höchsten Militärausgaben pro Kopf hat, ist sicherlich nicht dem griechischen Volk zu schulden.

Natürlich wird eine Behebung der Mängel nicht ohne handfeste Beteiligung Griechenlands selbst gehen. Dabei muss man jedoch endlich an die Wurzeln des Übels greifen. Uneingeschränkt anhaltender Betrug und Misswirtschaft im öffentlichen Sektor haben ein innovationsschwaches Land in eine schwere Krise geführt. Abgaben und Steuern wurden drastisch erhöht, ohne das wirklich etwas bewegt worden wäre. Die großen Vermögen wurden nicht angetastet, die Last trägt das Gros der Bevölkerung. Viele Vermögende sind bis dato nicht bereit ihren Beitrag zur Gesellschaft und deren notwendiger Entwicklung zu leisten. Ganze Wirtschaftszweige sind von der Besteuerung traditionell ausgeschlossen. Hier sind große Potentiale vorhanden.

Ein weiterer Weg wäre z.B. auch Ein Angebot zur zusätzlichen Förderung von Bildung, Kunst und Kultur durch eine vollständige Freigabe für Stiftungsbeiträge und Spenden. Die treuherzige Besinnung auf kulturelle Werte der Antike, ohne diese nachhaltig zu leben und zeitgenössische Bestrebungen zu fördern, darf keinen Platz mehr haben in der griechischen Politik.

Innerhalb einer wirklich tragfähigen EU sollte es auch möglich sein, Stiftungen und Spenden steuermindernd aus anderen EU -Ländern zu erhalten. Eine Vereinfachung der Stiftungsgesetze ist erforderlich. Gerade für Griechenland, dessen Menschen etwa zur Hälfte in Europa und der Welt verteilt leben, wäre eine solche Massnahme besonders heilbringend.

Dem Grunde nach gibt die Krise jedoch auch erneut Anlass über eine Erneuerung von Gesellschaften nachzudenken. Demokratie kann nur funktionieren, wenn soziale Gerechtigkeit möglich ist. Wirtschaftliche Prosperität und Nachhaltigkeit kann auf Dauer nur von einer gebildeten Gesellschaft ausgehen, die am allgemeinen Wohlstand teilhaben kann.

All dies ist Teil eines Kreislaufs, der der Menschheit Überleben sichert. Es ist dabei aber auch klar, es wird keinen dauerhaften Frieden geben, solange das Misstrauen die vorherrschende und alles andere verdrängende Norm bleibt. Kulturelle Ignoranz ist der am meisten belastende Faktor, der Misstrauen zwischen uns sät. Alle Bemühungen um einen friedvollen und grüneren Planeten gehen ins Leere, wenn wir gleichzeitig menschliche Errungenschaften, die uns fremd sind, geringschätzig behandeln.

Gerade die Entdeckung und Nutzung kultureller Ressourcen birgt ein ungeheures Potential für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in sich. Wir alle sollten uns permanent anstrengen, unsere menschlichen Unterschiede kennen zu lernen und zu akzeptieren und andere Traditionen entsprechend ihrer eigenen Werte und Ästhetik, die Teil einer breiteren menschlichen Ordnung sind, zu bewerten. Durch die Unterstützung derjenigen, die das tun, durch die Ausbreitung von Akzeptanz und Toleranz, werden wir etwas für die Zukunft unserer Welt tun können.

Die gemeinnützige Artforum Culture Foundation setzt sich für diese Ziele ein und leistet ihren Beitrag u.a. durch eigene Projekte, Kooperationen und durch Vernetzung mit Künstlern, Galerien, Sammlern und sowie Museen und Kunstorganisationen in Europa und von Europa aus.

 
ARTFORUM CULTURE FOUNDATION | 26.October Street 58 | Thessaloniki - Greece | e-mail: info@artforum-culture-foundation.org